Die Bienen wecken

Der Bienenfreund (1863) von Hans Thoma

Es gab eine Zeit, in der fast alle britischen Familien auf dem Land, die Bienen hielten, einer Tradition folgten.
Immer wenn es einen Todesfall in der Familie gab, musste jemand zu den Bienenstöcken gehen und den Bienen von dem schrecklichen Verlust berichten.
Wurde dies nicht beachtet, kam es oft zu weiteren Verlusten: Die Bienen verließen den Stock, produzierten nicht genug Honig oder starben sogar.
Traditionell wurden die Bienen nicht nur über Todesfälle informiert, sondern auch über alle wichtigen Familienangelegenheiten: Geburten, Eheschließungen und lange Abwesenheiten aufgrund von Reisen. Wenn die Bienen nicht informiert würden, so glaubte man, würden alle möglichen Unglücke eintreten.
Dieser besondere Brauch ist als „Bienenansage“ bekannt.
Dieser Brauch mag seinen Ursprung in der keltischen Mythologie haben, die davon ausging, dass Bienen die Verbindung zwischen unserer Welt und der Geisterwelt sind.
Wenn Sie also einer verstorbenen Person eine Nachricht übermitteln wollten, sagten Sie es einfach den Bienen und sie würden es weitergeben.
Typischerweise ging das Familienoberhaupt oder die „gute Frau des Hauses“ zu den Bienenstöcken, klopfte sanft, um die Aufmerksamkeit der Bienen zu erlangen, und flüsterte dann leise und traurig die feierliche Nachricht.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich, je nach Region, Besonderheiten. So sangen in den East Midlands die Ehefrauen der Verstorbenen leise vor dem Bienenstock: „Der Herr ist tot, aber geh nicht hin; deine Herrin wird dir eine gute Herrin sein.“
In Deutschland lautete ein ähnliches Couplet: „Kleine Biene, unser Herr ist tot, verlass mich nicht in meiner Not.“
Es ist eine Tatsache, dass Bienen uns beim Überleben helfen.
70 der 100 wichtigsten Nutzpflanzen, die 90 % der menschlichen Bevölkerung ernähren, sind für die Bestäubung auf Bienen angewiesen.
Ohne sie würden diese Pflanzen aufhören zu existieren und mit ihnen auch alle Tiere, die sich von diesen Pflanzen ernähren. Dies könnte einen Kaskadeneffekt haben, der die Nahrungskette katastrophal beeinflussen würde.
Die Tradition des „Bienenweckens“ unterstreicht diese tiefe Verbundenheit, die der Mensch mit dem Insekt teilt.
Autor unbekannt

weiterführender link:

meine Hummelpension

Vor zwei Jahren habe ich nach der detaillierten Bauanleitung (https://www.apis-kultur.eu/wp-content/uploads/2020/08/Bauanleitung1Hummelpension.pdf und https://www.apis-kultur.eu/wp-content/uploads/2020/08/HummelpensionsvorbauModell2.pdf), des viel zu früh verstorbenen Hummelfreunds Jürgen Börner (Dez. 2018). Ich habe von diesen Hummelpensionen zwei Exemplare gebaut. Dieses Jahr hatte ich zum ersten Mal eine meiner Pensionen von einer Hummel bewohnt. Ein recht schönes Gefühl und auch schön zu beobachten.

Im Frühjahr konnte ich am Eingang der Pension Aktivität feststellen und war hocherfreut, daszumindest eine meiner Hummelpensionen von Besuchern angenommen wurde.

NUn ist die Hummelsaison vorüber und ich habe das Kästchen vorsichtig geöffnet um nachzuschauen, wie es dort aussieht.

hier sieht man den Karton im Inneren der Pension, der Zugang von außen ist über ein kleines Röhrchen.

Nach dem Öffnen des Karton bekommt man einen Einblick auf das Nest (etwas Wolle habe ich schon auf Seite geschoben).

Beim Aufbau im Inneren des Kartons, kommen unten Sägespäne rein und darüber mit einem Hohlraum in der Größe einer Glühbirne etwas Wolle, dazu kann man Kapok nehmen oder auch den Kolben von Schilf.

da ich etwas mehr von der wunderbaren Konstruktion des Nestes sehen wollte, habe ich vorsichtig noch etwas mehr von der Wolle auf Seite geschoben.

Eine verstorbene Bewohnerin der Pension habe ich noch gefunden, wirklich wunderbare, schöne Geschöpfe, die wir als Menschen eigentlich viel zu wenig wahrnehmen. Ich bin sehr dankbar, das ich dieses Jahr zumindest einem Exemplar und seinen Nachkommen ein zu Hause bieten konnte. Als Dank wurden in unserem Garten die Blüten von vielen Gemüsepflanzen und Früchten bestäubt. Danke

Jetzt bleibt nur noch, die Hummelpension für das nächste Jahr vorzubereiten.

Ordnung muß sein: der Rähmchenschrank

Schon seit längerer Zeit habe ich mit einem Schrank zur Aufbewahrung von Rähmchen geliebäugelt.

Jetzt habe ich mit der Umsetzung begonnen. Als Basis dient mir ein gebraucht erstandener Kleiderschrank.

Ein Abteil habe ich schon fertig, zwei für Rähmchen kommen noch hinzu und ein schmaler Bereich von ca 10-15cm wird dann als Regal für Kleinteile etc. genutzt.

So kann ich alle Rähmchenarten wie gedrahtete Rähmchen, Rähmchen mit Mittelwänden, Drohnenrähmchen, ausgebaute Rähmchen und Rähmchen für Naturbau ordentlich aufhängen. In der Tiefe des Schranks (60cm) passen bei mir 15 Rähmchen je Etage.

Rechts habe ich die Verteilung auf die Höhe etwas an die Scharniere angepasst.

In den nächsten Tagen werde ich das ganze fertigstellen und noch ein Bild zum Beitrag ergänzen.

Die Königin ist zu Besuch

Vor zwei Jahren habe ich, etwas zu spät in der Jahreszeit zwei Hummelpensionen gebaut. Dadurch blieben die beiden Pensionen unbenutzt.

Dieses Jahr habe ich mehr Glück eine Königin ist eingezogen und ich habe eine Hummel am Flugloch beobachten können. Ich bin sooo glücklich, das die Pension jetzt bewohnt ist.

Die Pension habe ich nach den Plänen von Jürgen Börner (RIP 12/2018) gebaut. Seine Homepage war wirklich sehr umfassend und gut beschrieben, leider ist die Seite nach seinem Tod offline gegangen. Ich möchte ihm dennoch ein ehrendes Andenken bewahren.

Jürgen hatte viele gute Ideen zum Thema Hummeln, war sehr geschickt und hat alles auf seine Seite “hummelfreund.com” gestellt.
Es ist ein menschlicher Verlust und es ist auch ein Verlust, daß seine umfangreiche Web-Seite nicht mehr im Netz steht.
Eine Herzensangelegenheit von ihm war der Hummelschutz und das Gestalten von naturnahen insektenfreundlichen Gärten.

Wir Hummelfreunde und Naturliebhaber werden in Deinem Sinne weiter machen!

Bauanleitung-Hummelpension

und hier noch ein sinnvoller Vorbau dazu:

Bauanleitung-Vorbau-Hummelpension

Sand Thymian (Thymus serpyllum)

Der Sand-Thymian ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Thymiane innerhalb der Familie der Lippenblütler. Es ist nicht nur ein hübscher Bodendecker, sondern auch eine gut duftende Würz- und Heilpflanze.

Er hat nur eine sehr geringe Wuchshöhe von ungefähr bis zu 10 Zentimetern. Er bildet hübsche Kissen. Sand Thymian ist eine gute Insektenfutterpflanze vor allem für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.

die Samen des Sand Thymians sind winzig klein

Der Sand Thymian bildet wunderschöne kleine Blüten aus und die Pflanze ist zudem winterhart.

Bienenfutter: die durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum)

durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum)

Eine im alten Griechenland und im römischenReich äußerst geschätzte Heil-, Gewürz- undGemüsepflanze hieß Silphium, auch Silphion,Sylphion oder Laserpitium genannt. Dass sie auf Geldmünzen der damaligen Zeit abgebildetwar, lässt ihre große, auch wirtschaftliche Be-deutung erahnen. Das ursprüngliche Silphium,das vermutlich fenchelähnlich war und zurFamilie der Doldenblütler gehörte, wuchs ausschließlich in Kyrenaika, einem Teil des heutigenLibyen, und starb etwa 50 Jahre nach Christi Geburt aus. Ca. 1.700 Jahre später benannte Carl vonLinné, der berühmte Botaniker, eine Pflanzengattung mit dem Namen Silphium, die zu einerganz anderen Familie gehört, den Asteraceae oder Korbblütlern.

Die Silphie ist eine ausdauernde, mehrjährige Pflanze. Ab Julibeginnt die leuchtend gelbe Blüte, die dieSilphie nicht zuletzt auch zu einer sehr hüb-schen Energiepflanze macht. Viele mit perfo-liatum verwandte Silphium-Arten sind des-halb auch als Zierstauden beliebt.

vorbereiten der Aussaat der durchwachsenen Silphie. vielen Dank Angèle

Die Bienen nutzen die durchwachsene Silphie als Pollen- und Nektarquelle. Die durchwachsene Silphie erreicht eine Wuchshöhe von bis zu drei Metern. Man kann sie auch z.B. an Kaninchen als Grünfutter verfüttern. Dadurch das es eine mehrjährige Pflanze ist, hat man nur im ersten Jahr Arbeit.

Jetzt heißt es warten, bis sich grün zeigt.

Wir haben uns dazu entschieden, die Pflanzen in Schalen auszusähen und sie sollen dann später als Pflänzchen am Bienenstandort eingepflanzt werden.

Quelle: www.bund-lemgo.de (Auszüge)

Yakisugi oder Shou Sugi Ban

Yakisugi ist eine traditionelle japanische Methode der Holzkonservierung.

so sieht das Ergebnis aus.

Diese Beute ist aus Rauspund gebaut, der provisorische Boden wird später durch einen Boden, ebenfalls aus Rauspund, ersetzt.

Die Beute im Rohbau, hier aus Rauspund, noch mit provisorischem Boden.

Durch leichtes Verkohlen der Holzoberfläche, ohne das Holz zu verbrennen, wird das Holz durch die Karbonisierung wasserdicht und ist somit haltbarer.

Feuer marsch!

So sieht die Oberfläche vor dem Bürsten (um Asche zu entfernen) aus:

Oberfläche im Detail

Nach dem Bürsten wird der Staub mit Wasser und Handbürste entfernt.

Staub entfernen mit Wasser und Handbürste.

Der nächste Schritt ist, die Oberfläche mit aufgewärmten Leinöl zu behandeln. Aufgewärmtes Öl zieht besser und damit tiefer in das Holz ein.

Die frisch gestrichene Oberfläche mit den kupferfarbenen Tönen sind einfach fantastisch aus.

Damit ist die Beute (diese ist eine etwas vereinfachte Simshäuser Trogbeute T120 in DN Maß, eine Beschreibung zur Originalbeute T120 gibt es hier: https://www.apis-kultur.eu/wp-content/uploads/2020/01/KarlSimshaeuser_TrogbeuteT120_script.pdf ) fertig für den Einsatz. Innen bleibt das Holz unbehandelt, da kümmern sich meine Bienen dann selbst drum 😉

Gestresst ins neue Jahr Auswirkungen der Silvesternacht auf unsere Bienen

Jedes Jahr aufs Neue entwickelt sich rund um den Jahreswechsel die Diskussion über Sinn und Unsinn des Silvesterfeuerwerkes. Neben den Kosten, dem Feinstaub und dem Müllproblem sorgt die Knallerei auch für unglaublich viel Stress in der Tierwelt. Dass unsere Bienen ebenfalls in Unruhe geraten, macht der Bericht unseres Vereinsmitglieds Frank von Daak deutlich:

„Meine Bienen stehen auf 2 Zargen (Zander) an einem recht gut geschützten Ort auf unserem Grundstück. Die nächsten Silvester-Knaller wurden in mindestens 15m Luftlinie hinter den Völkern, geschützt durch eine dichte Hecke und Garagen abgefeuert. Das Flugloch zeigt in Richtung Wald – aus dieser Richtung kam eher keine Knallerei.

Nun hatte ich mir vor einigen Wochen eine kleine Mess-Station gebastelt, die neben dem Gewicht auch an verschiedenen Messpunkten die Temperatur innerhalb (t1 und t3) und außerhalb zweier Völker misst. Die Temperaturfühler hängen dabei zwischen den beiden Zargen relativ weit hinten (fluglochfern) in den Beuten. Die Bienen sitzen zur Zeit eher nah am Flugloch, so dass sie die Temperaturfühler für gewöhnlich nicht berühren. Die Temperaturfühler t2, t4 und t5 messen die Außentemperatur. Einmal am Boden, einmal direkt an der Waage und einmal oberhalb der Beute.

Wie man aus den Messwerten der gestrigen Nacht sehr schön erkennen kann, gab es um Mitternacht, mit Einsetzen der Knallerei, dann eine große Aufregung im Stock, die die Bienen wohl dazu veranlasst hat, sich möglichst weit nach hinten zurück zu ziehen. (siehe angehängte Grafik: rosa t1 = Brutraum Volk 1; dunkelrosa t3 = Brutraum Volk 2).  Ich vermute, dass der geringere Ausschlag bei t3 dadurch begründet ist, dass sich die Bienen in dem Volk sich nicht so sehr nach hinten in den Kasten zurück gezogen haben, dass der Fühler in der Traubenmitte hing.

Ich hatte bisher nur davon gelesen, aber die Grafik bestätigt sehr schön, dass unsere Bienen, genau wie andere Tiere, recht empfindlich auf die Knallerei reagieren.

Ergänzend (…) kann ich leider noch berichten, dass die gestrige Nacht wohl auch zu einem vermehrten Totenfall geführt hat. Ich habe gerade einen Blick durchs Flugloch gewagt und dabei gesehen, dass dort heute ca. 100-150 tote Bienen auf dem Gitterboden liegen – was deutlich mehr ist als sonst üblich.“

Die Grafik zeigt außerdem, dass die Bienen mehrere Stunden brauchen, bis sie sich wieder halbwegs beruhigt haben. Hoffen wir, dass unsere Bienen in der Silvesternacht nicht allzu viel Energie verbrauchen mussten und weiterhin gut durch den Winter kommen. Wir als Imker und Tierhalter können nur mit eigenem Verhalten als Vorbild für andere vorangehen und Aufklärungsarbeit in der direkten Nachbarschaft leisten.

Text: Kerstin Kopp, Frank von Daak

Grafik: Frank von Daak

Quelle: https://koelner-imkerverein.de/2019/01/07/gestresst-ins-neue-jahr/

ubi apis, ibi salis

unser schöner Verkaufsstand auf der Burgweihnacht in Satzvey

Gaius Plinius Secundus Maior , auch Plinius der Ältere genannt war ein römischer Gelehrter. Ihm wird der Ausspruch ubi apis, ibi salis zugeschrieben. Auf deutsch übersetzt bedeutet dies: wo Bienen sind, dort ist Gesundheit.

Dies habe ich auch als Wahlspruch für meine Imkerei gewählt.

Damit wird ausgedrückt, das die Biene selbst und die Bienenprodukte seinerzeit eine enorme Heilwirkung hatten und nicht nur, wie heute als Zuckerersatz betrachtet wurden.

Plinius der Ältere hat in seinem Leben (* (* 23 oder 24, † 25. August 79 ) viele Schriften verfasst. Darin enthalten die Naturalis historia. Alle 37 Bände !!! der umfangreichen Enzyklopädie sind komplett erhalten, da sie ununterbrochen rezipiert und vervielfältigt wurde. In ihr wurde das naturkundliche Wissen um 50 n. Chr. zusammengetragen. Damit ist das Werk heute eine wichtige Quelle für die Beurteilung und Rezeption antiken Wissens. Plinius arrangierte darin traditionelles naturwissenschaftliches Wissen griechischer Autoren wie Aristoteles, Theophrastos und Hippokrates von Kos unmittelbar aus Handschriften und setzte dieses mit neuen geografischen Kenntnissen Catos, Varros, Mucianus und anderen in Beziehung. Ein Band der Naturalis historia konnte somit als Handbuch für ein Fachgebiet fungieren.

Von Pliny the Elder – 2d copy, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47230457

Die Enzyklopädie befasste sich mit den Themenbereichen Kosmographie (Buch 2), Geographie und Klimatologie (Buch 3–6), Anthropologie (Buch 7), Zoologie (Buch 8–11), Botanik (Buch 12–19), Medizin (20–32), Metallurgie und Mineralogie sowie Malerei und Kunstgeschichte (Buch 33–37).

Das Gesamtwerk hat Plinius in 2493 Kapitel aufgeteilt, die er wiederum in 37 Büchern systematisch gliederte. Plinius hat die von ihm beschriebenen Wissenschaften nicht benannt. Die folgende Aufstellung folgt dem Inhaltsverzeichnis in der Anordnung, benennt die Wissenschaften aber mit den heute (2007) üblichen Bezeichnungen. In Klammern ist die Zahl der behandelten Gegenstände (Stichwörter) nach dem Inhaltsverzeichnis jedes Buches angegeben (n.a. = nicht angegeben).

  • 1: Vorrede, Inhaltsverzeichnis und Quellenindex
  • 2: Kosmologie, Astronomie, Meteorologie, Vulkanologie, Geologie (417)
  • 3–6: Geographie und Ethnologie: Europa (n.a., geschätzt 5000), Afrika (118 Inseln, Rest n.a., geschätzt 2000), Asien (2214)
  • 7: Anthropologie und Physiologie (747)
  • 8–11: Zoologie: Landtiere (787), Wassertiere (650), Vögel (794), Insekten und allgemeine Zoologie (2700)
  • 12–17: Botanik
    • 12: Naturkunde der Bäume (469)
    • 13: exotische Bäume (468)
    • 14: fruchttragende Bäume (510)
    • 15: Eigenschaften der fruchttragenden Bäume (520)
    • 16: Eigenschaften der wildwachsenden Bäume (1135)
    • 17: Beschaffenheit der angepflanzten Bäume (1380)
  • 18: Ackerbau, Meteorologie, Zoologie (2060)
  • 19: Gartenbau (1144)
  • 20–32: Medizin, Pharmakologie und Fortsetzung der Botanik
    • 20–27: Pflanzenreich
      • 20: Heilmittelaus den Gartengewächsen (1606)
      • 21: Natur der Blumen und Kranzgewächse (730)
      • 22: Die Bedeutung der Pflanzen (906)
      • 23: Heilmittel aus den angepflanzten Bäumen (1418)
      • 24: Heilmittel aus den wildwachsenden Bäumen (1176)
      • 25: Beschaffenheit der von selbst wachsenden Pflanzen (1292)
      • 26: Die übrigen Heilmittel (1019)
      • 27: Die übrigen Pflanzenarten (602)
    • 28–32: Heilmittel aus dem Tierreich
      • 28: Heilmittel aus den Lebewesen (1682)
      • 29: Heilmittel aus den Tieren (621)
      • 30: Die übrigen Heilmittel aus den Tieren (854)
      • 31–32: Heilmittel aus den Wassertieren (1914)
  • 33–37: Metallurgie, Mineralogie und Bildenede Kunst
    • 33: Beschaffenheit der Metalle (288)
    • 34: Kupferhaltige, eisenhaltige, bleihaltige Metalle (915)
    • 35: Malerei, Plastik, Töpferkunst, Verschiedenheit der Erden (956)
    • 36: Beschaffenheit der Steine (434)
    • 37: Edelsteine (1300)

Die erste deutschsprachige (Teil-)Übersetzung der Bücher 7 bis 11 wurde von Heinrich von Eppendorff angefertigt und 1543 in Straßburg unter dem Titel Natürlicher History Fünff Bücher gedruckt; sie fand jedoch nur wenig Beachtung. Ganz anders die Übersetzung des Theologen Johann Heyden (Caij Plinij Secundi, Des fürtrefflichen Hochgelehrten Alten Philosophi Bücher und schrifften von der Natur, art und eigenschafft der Creaturen oder Geschöpffe Gottes), die 1565 in Frankfurt am Main erschien und über 200 Holzschnitte von Jost Amman enthielt.

Ich finde die Leistung von Gaius Plinius Secundus Maior bewundernswert und bin ehrfürchtig auf der Suche nach seinen Texten… am liebsten natürlich auf deutsch …. 😉

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Naturalis_historia

Bienenwachstücher reinigen und pflegen!

Bienenwachstücher sind die nachhaltige Alternative zu Frischhaltefolie und Alufolie.

Wir haben bemerkt, das viel Menschen sich für diese Alternative interessieren und versuchen darum, alles so gut wie möglich zu erklären und auf alles Antworten zu geben. Wir haben auch kein Geheimrezept, sondern geben alle notwendigen Zutaten grammgenau an. Natürlich sind wir auch daran interessiert, das unsere oder auch selbstgenachte Bienenwachstücher möglichst lange im Einsatz bleiben können.

Aus diesem Grund möchten wir hier ein paar weitere Infos zum Reinigen und Pflegen der Bienenwachstücher geben.

Noch ein Tipp vorab: Wenn du vor dem Verpacken von Lebensmitteln, deine Hände kurz etwas warm reibst, lässt sich das Bienenwachstuch leichter um Kanten von Schüsseln o.ä. biegen.

Reinigung und Pflege

Die Reinigung von Bienenwachstüchern ist relativ einfach: nach der Benutzung mit kaltem bis lauwarmem Wasser abspülen.

Das Wasser soll auf jeden Fall nicht zu warm sein, da sonst die Wachsschicht auf dem Stoff schneller abgenutzt wird.

Falls notwendig kann das Tuch auch vorsichtig abgebürstet (weiche Borsten) werden, danach dann nochmal abspülen und trocknen lassen.

Du kannst das Bienenwachstuch mit der Hand noch mal „glatt“ streichen vor dem Trocknen.

Nach dem Trocknen kannst du dein Bienenwachstuch sofort wieder einsetzen. Falls du deinem Tuch eine Pause gönnen willst, lagerst du es am besten kühl und lichtgeschützt, keinesfalls auf der Heizung oder in der Nähe des Backofens.

Bienenwachstücher halten bei guter Pflege eine Lebensdauer von bis zu zwei Jahren.

Zum Auffrischen kannst du das Bienenwachstuch auf einem Stück Backpapier auf die Arbeitsfläche geben, über das Tuch nochmal etwas Backpapier drauf legen und mit dem Bügeleisen drüber bügeln. Durch Druck kannst du die Wachsmischung verteilen. Für ein perfektes Ergebnis ist empfehlenswert etwas von der Bienenwachsmischung (Bienewachs, Jojobaöl, Baumharz) auf das Tuch zu streuen, so hast du wieder ein runderneuertes Tuch für viele weitere Einsätze.

Reparatursticks https://www.apis-kultur.eu/shop/seife-wachstuecher-propolis/reparatur-stick-bienenwachstuch

Um Knickspuren zu mindern, sollte das Tuch bei Nichtbenutzung am besten locker aufgerollt aufbewahrt werden.

Im Sommer ist es sinnvoll das Bienenwachstuch mit Inhalt in eine Kühltasche zu geben.

Zum Einwickeln von rohem Fleisch und Fisch sind Bienenwachstücher nicht geeignet, da sie nicht heiß gereinigt werden sollen und Bakterien (z.B. Salmonellen) nicht ausgeschlossen werden können.

Falls ihr intensiv riechende Speisen verpackt, ist es am besten für diese immer das gleiche Tuch zu verwenden und für die anderen Lebensmittel ein anderes Tuch.

Übrigens: auch wenn ihr euch von dem Bienenwachstuch trennen müsst, könnt ihr es noch als Grill- oder Kaminanzünder verwenden.

Bienenwachstücher und Reparatursticks findest du hier: https://www.apis-kultur.eu/produkt-kategorie/seife-wachstuecher-propolis

PS: mit den Reparatursticks kannst du auch eigene Stoffe zum Bienenwachstuch machen. Der Stoff sollte möglichst dünn sein (so wie Stofftaschentücher etwa) und aus Baumwolle oder Leinen. Für ein Tuch von ca. 40*40cm benötigst du ungefähr eineinhalb Sticks.