der Cremige ist fertig gerührt und abgefüllt

Wir haben die ersten Herbsttage dazu genutzt unseren Honig schön cremig zu rühren und abzufüllen.

Jetzt werden die Gläser noch verschlossen, etikettiert und dekoriert.

Ich finde der cremige Honig hat durch das Rühren eine wunderschöne Perlmuttfarbe bekommen und der Geschmack ist auf Grund der Blütenvielfalt einfach unbeschreiblich. Die Bläschen, die man oben im Bild sieht, kommen vom Rühren. Während des Rührens, kommt unvermeidlich etwas Luft in den Honig, diesen lässt man dann einen Tag stehen, dabei setzt sich oben ein Honigschaum ab, der übrigens sehr lecker ist, jedoch meistens nicht verkauft wird, da er sich nach und nach absetzt, also entlüftet. Auch beim Abfüllen wird etwas Sauerstoff eingeschlossen und wird sich in den nächsten Tagen an der Oberfläche absetzen, der Honig entlüftet sich sozusagen von alleine.

schöne Sonne: noch ein paar Infos zu unseren Bienenwachstüchern

Die Zutaten (Bienenwachs, Harz und Öl), welche ich im letzten Beitrag ja schon benannt hatte, möchte ich hier noch etwas ausführlicher beschreiben.

Wachs: Der Hauptbestandteil neben dem Baumwolltuch (100% Baumwolle) ist der Wachs der Bienen. Er beschichtet und durchtränkt in flüssigem Zustand das Baumwolltuch und sorgt mit seinen antiseptischen Eigenschaften für einen guten Abschluß und Frischhaltung für das Einpacken von Lebensmitteln (außer Fleisch und Fisch da sich dadurch anhaftende Keime auf das Tuch übertragen können) oder dem Abdecken von Schälchen und Schüsseln. Wenn man nur Bienenwachs verwendet, werden die Tücher da ja der erkaltete Wachs hart wird brüchig, aus diesem Grund werden noch Baumharz und Öl hinzugegeben.

Harz: Der Harz, ist ein Baumharz, wir verwenden dafür Dammarharz. Es ist das Harz eines Laubbaums, genau kommt der Harz vom Saulbaum. Das Harz sorgt dafür, dass das Tuch besser an Oberflächen haftet und macht das Tuch etwas elastischer.

Öl: Beim Öl verwenden wir Jojobaöl. Dieses wird vom Jojobastrauch gewonnen. Der Jojoba ist ein immergrüner Strauch, der bis 200 Jahre alt werden kann. Wir verwenden das Jojobaöl, weil es auf Grund der fehlenden Triglyceride (Fette) nicht ranzig wird. Regional erzeugte Öle wie Rapsöl werden leider mit der Zeit ranzig. Eigentlich ist Jojobaöl kein Öl, sondern ein flüssiges Wachs. Es wird aus den Samen des Strauches gepresst. Das Jojobaöl macht unser Bienenwachs geschmeidig und leichter formbar.

Sonne, Regen, Schnee

an den Original Bremer Beuten von Kunesa sind über dem Flugloch kleine Dächer angebracht.

Die Dächer sind bei Wind und Wetter sehr praktisch, sie schützen den Eingangsbereich vor Regen und zuviel Sonne und im Winter halten sie den Eingangsbereich schneefrei und damit gut gelüftet.

Ich habe mir einigeGedanken gemacht wie ich das für meine Holzbeuten lösen kann und bin zu einem für mich zufriedenstellendem Ergebnis gekommen.

So sieht das ganze auf einer Ablegerbeute montierte System aus, die Bienen haben zwar während der Montage zwar etwas geguckt was ich da wohl mache, aber den Flugbetrieb hat es rein gar nicht gestört.

Ich bin froh, das ich das jetzt geschafft habe, da ich schon etwas Sorge hatte vor allem im Winter wegen des Schnees.

Endlich fertig: meine neuen Ableger- und Wabentransportkästen

Vorgestern bekam ich den Anruf von meinem netten Metallbauer in der Nähe: Er hat mir die Blechdeckel geschnitten und gekanntet hat, sowie die Transportbügel gebogen. Ich bin sehr zufrieden mit seiner tollen Arbeit. Ich verwende die Kästen hauptsächlich zum Wabentransport und zur Honigernte, manchmal auch für Ableger.

In den Kasten passen 6 Rähmchen (Kuntzsch hoch) und es ist damit auch mit Honig gefüllten Waben und gerade auch wegen des Transportbügels sehr gut zu tragen. Ich bin begeistert von diesem Rücken schonenden System und der ganzen Betriebsweise. Abgedeckt werden die Kästen mit einer Kunststoffscheibe, dadurch kann ich ohne Öffnen des Kastens sehen was darin ist (zum Beispiel ein Ableger) und ich störe die Bienen nicht, da ich durch den Kunststoff schon sehen kann, was dort ist.

In den Deckel habe ich noch eine isolierende Faserplatte eingelegt, so dass die Kästen auch in der Sonne nicht überhitzen. Uch für den Winter ist die Isolierung ausreichend. Der Deckel ist aus verzinktem Stahlblech und schwer genug, das er auch bei Sturm nicht weg fliegt.

Die Kästen sind prima zu tragen, man kann sie auch bei Nichtgebrauch gut stapeln.

Kurzum ich bin zufrieden und ich finde schön sehen sie auch noch aus.

Bienenwachstücher „in progress“

wir sind gerade dabei und stellen Bienenwachstücher her, die richtige Menge und Mixtur an Bienenwachs ist wichtig für eine gute und dauerhafte Qualität.

Im Wasserbad wird Bienenwachs und Harz erwärmt, das Öl später hinzugegeben und gemischt und anschließend damit die Tücher getränkt.

Dabei ist vor allem die Menge wichtig, denn zuviel ist genau wie zu wenig nicht gut.

Bienenwachstücher, als Ersatz für Alufolie oder Frischhaltefolie, können vielseitig verwendet werden. Bienenwachstücher schützen Lebensmittel wie eine zweite Haut. Durch die antibakteriellen Eigenschaften von Bienenwachs (und auch der Harz) bleiben sie länger frisch und genießbar. Egal ob Obst, Gemüse, Käse, Brot oder Kuchen einfach in das Wachstuch einwickeln und in den Kühlschrank legen oder für unterwegs mitnehmen. Mit dem Bienenwachstuch können natürlich auch Schälchen und Schüsseln abgedeckt werden.

Es wird noch ein bißchen dauern, bis sie zum Verkauf bereit stehen, aber wir sind fleißig damit beschäftigt.

unsere Fetthenne, genau zur richtigen Zeit die Bienenweide nicht nur für Bienen

einträgliches Nebeneinander

Die Fetthennen die ich im Frühjahr durch Teilung vermehrt habe sind jetzt ordentlich gewachsen und sie geben jetzt wo die meisten Trachten am Ende sind noch ordentlich Nahrung für die Bienen und andere Insekten ab.

Fetthenne mit aufsitzenden Bienen, daneben der Salbei

Dabei bietet die Fetthenne ein gutes Angebot an Pollen und ein mäßiges Angebot an Nektar. Ist also eine gute Pflanze um Wintervorräte anzulegen.

die Stecklinge aus dem Frühjahr.

Die Fetthenne ist nicht nur für Bienen wertvoll auch wir können uns in der ansonsten eher blütenarmen Jahreszeit an ihnen erfreuen, die unendlich vielen kleinen Blüten sind einfach schön anzuschauen: Meine Empfehlung: die Fetthenne gehört in jeden Garten

Der ungerührte Honig ist abgefüllt <3

Es hat etwas gedauert, jedoch haben wir diesen etwas trüben Samstag dazu genutzt, den ungerührten Honig in Gläser abzufüllen.

Jetzt kommt noch die Dekoration drauf und die Etikettierung wird vervollständigt und dann ist der neue Honig natur (ungerührt) verkaufsfertig.

Etwas genascht haben wir natürlich schon …er ist einfach sooooo lecker.

natur oder ungerührt bedeutet, das der Honig nur aus den Waben geschleudert wurde (sozusagen kalt bzw. stockwarm /also die Wärme die die Bienen im Stock haben bzw. halten) und dann abgefüllt wurde, Danach kristallisiert der ungerührte Honig nach und nach und konserviert sich damit selbst. Im Gegensatz zum ungerührten Honig wird der cremige Honig gerührt, dabei werden die sich bildenden Kristalle gebrochen und der Honig bekommt seine cremige Konsistenz.

Wussten Sie, warum der Stoff des Imkerschutzanzugs weiß ist ?


Bienen und Wespen reagieren in Nestnähe bevorzugt auf dunkle und flauschige Flächen recht nervös.
Diese Verteidigungsreaktion ist bei den stachelbewehrten, sozialen Hautflüglern bereits seit Urzeiten in den Genen verankert.
Insektenfresser und auch fleischfressende Arten unter den Säugetieren wie z.B. Spitzmäuse, Igel, Dachse, Bären und auch der Wespenbussard haben es auf die proteinhaltige Bienen- und Wespenbrut abgesehen. Besonders aus den Bienenvölkern ist noch der süße Honigvorrat sehr beliebt. Das Fell- oder Federkleid der oben erwähnten Nesträuber ist von Natur aus mehr oder weniger dunkel gefärbt.
Somit deuten Bienen-, Wespen- und Hummelvölker, in unmittelbarer Nestnähe, dunkles Fell oder auch Kleidung als vermeintlichen Honig- oder Puppenräuber und reagieren instinktiv recht nervös.
Auch wurde eine kleine Verteidigungstaktik gegenüber dieser Nesträubern entwickelt und ist ebenfalls in den Genen der stachelbewehrten Hautflügler verankert:
Das dicke Fell, Federkleid der Nesträuber aber auch unsere Kleidung schützt vor Stichen. Allerdings sind die Augenlieder, die Lippen, die Nase und die Ohren weniger durch eine dicke Fell- oder Federschicht geschützt. Deshalb werden sich die ersten Angriffe auf die Zielscheibe: „Punkt, Punkt, Komma, Strich = Auge, Auge, Nase, Mund“, also dem Gesichtsschema des vermeintlichen Feindes gerichtet sein.
Helle Kleidung hingegen lässt die Tiere selbst in unmittelbarer Nestnähe recht gelassen.
Diesen Vorteil macht sich der Imker zu nutze. Sein Schutzanzug besteht aus einem hellen, weißen Stoff.
Menschen mit blonden Haaren und heller Kleidung werden im Nestbereich von den Verteidigungstieren der Bienen-, Wespen- und Hummelvölker weniger beachtets dunkelhaarige mit dunkler Kleidung.
Wissenschaftlich gesehen können Insekten die Farbe „weiß“ nicht erkennen (ist für sie unsichtbar), dafür sehen sie ultraviolettes Licht, was für den Menschen wiederum „unsichtbar“ erscheint.
Quelle: aktion-wespenschutz.de

die Ypsilon-Geschichte

oder die Esotherik der Bienen

hier ist es das Ypsilon:

von der anderen Seite fotografiert:

das Y steht auf dem Kopf.

Die Geschichte dahinter:

Beim Naturwabenbau kann man beobachten, das Bienen von der Brutnestmitte aus dieses Y-Muster beidseitig immer in der gleichen Richtung bauen.

Bildquelle: Wabenanordnung apis-mellifera-mellifera.de

Dies wurde schon viel untersucht, es gibt Imker die sagen das diese Ausrichtung die Bienen sanftmütiger und gesünder macht oder auch das die Völker weniger oder gar nicht mehr schwärmen und es gibt Imker die sagen das sei alles Unfug.

Um ehrlich zu sein: ich weiß es nicht

ist aber auch nicht schlimm, weil nirgendwo habe ich etwas darüber gelesen, das eine solche Anordnung schaden würde, also mache ich es.

der Frühling kommt

Bienen und Hummeln fliegen,

es ist schön in der warmen Sonne die Brummer beobachten zu können.

die ersten Frühlingsblüten:

die ersten Knospen sind auch da:

mein Hummelkasten wartet sehnsüchtig auf die Königin:


Ansaat für später, Vermehrung der Fetthenne. Die Fetthenne ist nicht nur bei unseren Bienen, sondern auch bei Wildbienen beliebt:

und die ersten Flugtage, bei den Bienen nennt man das Reinigungsflüge, weil sie den Winter über ihre Kotblase gefüllt haben und jetzt mal müssen und Pollen tragen sie auch schon ein, die sogenannten Pollenhöschen:

…. wenn die Tage und Nächte jetzt etwas wärmer bleiben, kann ich die Völker mal genau durchschauen.